Kochrezepte

Einfache und herzhafte Gerichte sind für die Küche Rumäniens charakteristisch. Die Speisen der Rumänen verraten aber auch, dass dieses bäuerliche Land im Südosten Europas viele Jahrhunderte unter dem Einfluss fremder Völker gestanden hat. Das waren vor allem die Türken, die das Land im 14. Jahrhundert eroberten und erst 1878 wieder verfließen.

Der Toleranz des Islam gegenüber Christen und Juden ist es zuzuschreiben, dass die Rumänen Orthodoxe Christen bleiben konnten. Auch der Einfluss der Slawischen Völker, von Österreichern und Ungarn war groß.

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  • Borsch

  • Sarmale (vegetarisch)

  • Sarmale (traditional)


  • Borsch
    Saurer Getreidesud

    Diese Grundzutat für viele rumänische Suppen, die einen angenehm säuerlichen Geschmack ergibt, hat nichts mit der russischen Borschtsch zu tun, auch wenn sich der Name so ähnlich anhört. Wem die Zubereitung zu aufwändig ist, verwendet zum Säuern Molke, die in Reformhäusern erhältlich ist. Nehmen Sie die im folgenden angegebenen Säuerungszeiten nicht wörtlich, sondern kosten Sie den Borsch, ob er säuerlich schmeckt.

    Zutaten für 1 l Borsch
    400 g Weizenkleie, 1-2 EL Maismehl, 1 Sauerkirschzweig

    Zubereitung
    Verrühren Sie 100 g Weizenkleie und das Maismehl mit ein wenig Wasser zu einem dünnflüssigen Brei. Abdecken und an einem warmen, vor Zugluft geschützten Platz 2 Tage gehen lassen, bis der Brei feinsäuerlich riecht.
    Kochen Sie nach 2 Tagen einen kleinen Sauerkirschzweig in 1 l Wasser auf. Entfernen Sie den Kirschzweig, lassen Sie das Wasser abkühlen, bis es lauwarm ist, und rühren Sie dann den Brei und die restliche Weizenkleie ein. Abgedeckt an einem warmen, vor Zugluft geschützten Platz einen weiteren Tag stehen lassen, bis die Flüssigkeit klar ist und einen säuerlichen Geschmack hat. Durch ein feines Sieb oder ein Mulltuch abgießen und im Kühlschrank bis zur weiteren Verwendung aufbewahren. Borsch hält sich etwa einen Monat.


    Sarmale (vegetarisch )
    Krautwickel mit Nüssen

    Die Möglichkeiten, ein Weißkohlblatt zu füllen, sind vielfältig. Fleisch, Gemüse, Reis -eigentlich alles, was geschmacklich mit Weißkohl harmoniert, kann verwendet werden. Unsere vegetarischen Krautwickel sind gerade in der Fastenzeit bei den Nonnen sehr beliebt.

    Zutaten für 10 Personen
    Füllung: 250 g Reis, 10 kleine Zwiebeln, 3 mittelgroße Möhren, 1 sehr großer Bund krause Petersilie, 150 g Walnüsse, 1 Ei, Salz, Pfeffer,
    40 Weißkohlblätter, 400 ml Tomatensaft, 150 ml Sonnenblumenöl,

    Zubereitung
    Den Reis waschen und in schwach gesalzenem Wasser fast weich kochen. Währenddessen die Zwiebeln abziehen und fein hacken. Die Möhren schälen und grob raspeln. Die Petersilie waschen und fein hacken. Die Walnüsse grob hacken. Das Ei leicht verrühren. Lassen Sie den Reis etwas abkühlen, bevor Sie ihn mit Zwiebeln, Möhren, Petersilie, Walnüssen und Ei vermengen. Salzen und Pfeffern. Die Kohlblätter 2 Min. in leicht gesalzenem Wasser blanchieren. Abgießen, mit kaltem Wasser abschrecken und vorsichtig auf einem Küchenhandtuch auslegen. Trockentupfen. Formen Sie aus der Füllung Würstchen von etwa 2 cm Durchmesser, die Sie in die Kohlblätter einhüllen: Legen Sie das Würstchen auf das Blatt, schlagen Sie die Seiten rechts und links darüber und rollen Sie das Würstchen ein. Heben Sie acht bis zehn Kohlblätter auf, um später den Topf damit auszukleiden.
    Nehmen Sie von dem Öl 3-4 Teelöffel ab. Geben Sie das restliche Öl in einen Topf mit großem Durchmesser. Mutter Veniamina aus Celic Dere, legt nun Sauerkirschzweige so in den Topf, dass die Kohlblätter den Topfboden nicht berühren und nicht anbrennen können. Wenn Sie diesem Brauch nicht folgen möchten oder können, kleiden Sie den Topfboden mit Kohlblättern aus. Legen Sie die Krautwickel darauf. Sie sollten eng beieinander liegen. Wenn die Krautwickel in mehreren Schichten in den Topf gelegt werden müssen, trennen Sie jede Schicht durch blanchierte Kohlblätter. Den Tomatensaft angiessen. Decken Sie die Krautwickel oben mit einer letzten Schicht von Kohlblättern ab. Etwas Wasser dazugeben. 3-4 Teelöffel Öl darauf träufeln . Im vorgeheizten Ofen bei 180° C (Umluft 160° C) etwa 1 Stunde schmoren.

    Tipp
    Ein Kohlkopf sollte fest sein und im Verhältnis zu seiner Größe schwer in der Hand liegen. Achten Sie auf glänzende, knackige Blätter ohne Flecken.
    Um Kohlblätter von Ungeziefer zu befreien legt man ihn für einige Minuten in kaltes Essigwasser und wäscht ihn unter fließendem Wasser gründlich ab.


    Sarmale (traditional)
    Sarmale cu varza dulce

    Zutaten:
    2 Krautköpfe, 250gr Rindfleisch, 250gr Schweinefleisch, 3 Eßl. Reis, 1 Ei,  ½ Zwiebel, 1Eßl. Öl, 1 Teel. Paprikagewürz, Salz, Pfeffer, 600gr Speck, ½ l Tomatensaft, 2 Eßl. Mehl, 2 Eßl. Rahm

    Zubereitung
    Krautköpfe reinigen und mit kochendem Wasser übergießen, bis sich von jedem 6 Blätter ablösen lassen, die zum Füllen bereit gelegt werden. Das restlichen Kraut fein schneiden. Gehackte Zwiebel in heißem Öl anbraten, Paprikagewürz zufügen und mit dem Rind- und Schweinefleisch vermischen. Reis waschen und halbweich dünsten. Fleisch, Reis, Ei, Zwiebel, Salz, Pfeffer und etwas Wasser zu einer Füllung verarbeiten. Krautblätter füllen.
    In einen Topf fein geschnittenen Speck und die Hälfte vom geschnittenen Kraut legen, darauf die Krautrollen stapeln und zuletzt mit dem Rest des geschnittenen Krautes bedecken. Mit heißem Salzwasser übergießen und zugedeckt weichdünsten. Mehl mit Tomatensaft verrühren, durchkochen lassen, passieren und mit Rahm vermischt über das Kraut gießen. Den Topf leicht rütteln, nicht darin rühren.
     


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